Corona Empfehlungen

Bedeckung oder Maske – und welche?

Das Maskentragen bei weniger als 1,5 m Abstand gehört als Empfehlung zu den Hygiene-Grundregeln des Bundes. Eine Tragpflicht gibt es im öffentlichen Verkehr und damit auch bei den Bergbahnen. Mittlerweile gibt das BAG aber keine Empfehlung mehr ab, welche Maske im Alltag dann wirklich wie schützt. Denn darüber streiten sich die Fachleute.

Analyse:

Das BAG empfiehlt bei weniger als 1,5 m Abstand das Tragen von Masken. National in der Schweiz gilt im öV eine Maskenpflicht. Dann entscheiden die Kantone, was bei ihnen gilt: teilweise (z.B.) im Kanton ZH auch eine Maskentragpflicht in den Läden. In den Schulen gibt es ebenfalls je nach Kanton eine unterschiedliche Praxis. Gemäss SRF-Umfrage tragen etwa je die Hälfte der Leute eine Einweg- und die andere Hälfte eine textile Stoffmaske. Das Problem der Stoffmasken: bisher enstpricht erst ein einziger Typ von 5 Schweizer Herstellern dem TESTEX-Label gemäss BAG. Oder anders ausgedrückt: praktisch alle derzeit getragenen Stoffmasken (Community-Masken) sind nicht zertifiziert. Zusätzlich spricht die öV-Vorschrift in den Nachbarländern D/A nicht von einer Maskenpflicht, sondern lediglich der Pflicht der Bedeckung von Mund und Nase. Übersetzt heisst dies z.B. für die Bergbahnen in D/A, dass ein Halstuch (Buff) als Schutz akzeptiert wird. In der Schweiz wurde diese Forderung von den Bergbahnen beim Bundesrat deponiert. Der Entscheid ist noch hängig.

Empfehlung:

Selbstverständlich setzen die touristischen Anbieter die Vorschriften des BAG um. Sei dies nun mit entsprechenden Schutzkonzepten z.B. des öV bzw. der Bergbahnen und der Handhabung der Maskenpflicht.

Bei der Kontrolle, ob der Gast auch eine Maske trägt, kann die Überprüfung der Qualität der Maske nicht den touristischen Anbietern übertragen werden. Die ITG empfiehlt ihren Partnern, bei den Kunden die Bedeckung von Mund und Nase zu kontrollieren. Eine Nichtbedeckung ist nicht zu tolerieren. Eine weitere Qualitätsprüfung ist nicht adäquat durchführbar.

History:

Das Tragen von Masken im Alltag wurde vom BAG im Lockdown zuerst als nicht notwendig bezeichnet. Inzwischen weiss man, dass diese Aussage wohl eher gemacht wurde, weil zuwenig Masken verfügbar waren, als dass sie medizinisch begründet war. Mittlerweile gilt als gesichert, dass eng anliegende Einwegmasken im Alltag einen guten Schutz für Träger und Dritte bieten. Für die wiederverwendbaren Stoffmasken (Community Masks) gibt es Empfehlungen der Covid-Task-Force des Bundes. Allerdings gibt es noch viele Unbekannte: derzeit weiss z.B. die  Empa nicht, ob die Viren beim Waschen mit 60 Grad (wie empfohlen) oder doch auch ab 30 Grad abgetötet werden. Eine gute Übersicht über die Frage, ob Einweg- oder Stoffmasken gibt dieser Artikel von SRF. Und selbstverständlich nützt das Tragen von Masken nur, wenn die Hygienebestimmungen beachtet werden. Die derzeit einzig in der Schweiz zertifizierten Community-Masken können hier bestellt werden.

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